Südfrankreich

Les Iles d’Hyères

Die Inselgruppe les Iles d’Hyères oder aux les Iles d’Or genannt umfasst vier kleine, relativ hohe Inseln, die wegen ihrer Steilküsten von Ost und von West gut zu erkennen sind. Die Inseln liegen zwischen Toulon und St. Tropez. Mit 7 km Länge und knapp 2 km Breite ist Porquerolles die grösste Insel; die kleineren heissen Ile de Bagaud, Ile du Levantund Ile de Port-Cros. Im Sommer sind die Inseln ein beliebtes Ziel für Yachten aber auch von Wochenendausflüglern vom Festland zwischen Toulon und Cavalaire.

Nicht wie an der heissen, oft hektischen Côte d’Azur, findet man hier Ruhe, Erholung und viel Natur. Ausser auf Porquerolles sind auf den Inseln keine Autos erlaubt.

Die Inseln wurden zunächst von den Griechen und dann den Römern besiedelt, kamen im 5. Jahrhundert aber in den Herrschaftsbereich des Abtes von Lérins, einer kleinen Insel vor dem heutigen Cannes. Im Mittelalter fielen sie immer wieder in die Hände von Piraten, da sie äusserst schwer zu verteidigen waren. Im 16. Jahrtundert unter Franz I. wurden sie zur Markgraftschaft, mussten dann aber vor Piratenüberfällen geschützt werden.

Trotz der Versuche, landwirtschaftlichen Anbau zu fördern und eine spezielle Steuer zu erheben, blieben die Inseln unterentwickelt. Damit überhaupt Menschen auf den Inseln siedelten, wurde ein Asylrecht für Kriminelle geschaffen, die nur hier ohne Verfolgung leben konnten. Einige von ihnen schafften den Absprung zum friedlichen Bauerndasein, doch andere organisierten erneut die Piraterie, so dass das Asylrecht im 17. Jahrhundert wieder aufgehoben werden musste.

Heute sind die Inseln ein beliebtes Ziel von Fähren und Ausflugsbarkassen vom Festland. Sie gehören zu Frankreich und sind als Naturschutzgebiet ausgeschrieben. Deshalb besteht auf den Inseln Camping-, Jagd- und Feuerverbot. Auch die Gewässer stehen unter Schutz, weshalb auch nicht gefischt werden darf. Der östliche Teil von Ile du Levant ist militärisches Gebiet, so dass auch in diesem Bereich die Unterwasserwelt geschützt ist. Dieser Schutz macht die Unterwasserwelt für uns zum Paradies. Sichtweiten bis 30m, skurrile Felsformationen, Seegraswiesen, Barrakudaschwärme, Mondfisch, Muränen, Mönchsfischschwärme, Rochen, Nachtschnecken, Katzenhaie, Zackenbarsche und vieles mehr gibt es hier zu sehen! Die Regeln in den Parks sind streng. Man muss mindesten als Advanced Open Water Diver brevetiert sein. Die Rangers kontrollieren über und unter Wasser ob jemand etwas berührt oder gar mitnehmen will! Um im Park Tauchen zu dürfen, müssen wir für alle eine Spezialbewilligung lösen.

Weitere besondere Attraktionen sind die wunderbaren, bezeichneten Spazierwege durch die Natur mit glasklarem, türkisfarbenen Wasser. Es gibt Wälder mit verschiedenen Pinienarten sowie Myrten, Kork- und Steineichen, Kastanien und Eukalyptusbäume.

Im Sommer betragen die Lufttemperaturen tagsüber 27 – 35 Grad. Nachts kühlt es ca. 5 – 10 Grad ab. Die Wassertemperaturen betragen 22 bis 27 Grad. Regen ist selten, sodass oft Brandgefahr besteht und Süsswasser ein kostbares Gut ist. Zwischendurch kann es aus Nordwest heftig blasen. Dann nämlich wenn der Mistral bläst. Mit 30 – 50 Knoten Wind kann er die Yachten schon mal dazu zwingen im geschützten Hafen bleiben zu müssen.

Essen wie Gott in Frankreich….ja dass kann man hier! Frischer Fisch steht auf dem Speiseplan ganz oben und natürlich alles was die französische mediterrane Küche zu bieten hat. Ein Pastis im Cockpit mit ein Paar Pistazien, eine „Soupe de Poisson, Moules, Bouillabaisse, Entrecôte, und Gemüse im Restaurant oder an Bord. Wunderbare Käsesorten, Olivenöl, Tapenaden und vieles mehr erwartet und im Süden Frankreichs. Dazu ein leichter Rosé oder ein etwas schwerer Rotwein. Was braucht man mehr?